Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Deine Gedanken nie abreißen, selbst dann nicht, wenn alles in Ordnung zu sein scheint?
Die meisten Menschen versuchen ihre Gedanken zu kontrollieren.
Die wahre Befreiung jedoch beginnt in dem Moment, wenn Du zum Beobachter Deiner Gedanken wirst.
In diesem Text gebe ich Dir eine fundamentale Erkenntnis, die Deinen Blick auf das Jetzt sofort verändern wird!
Der erste Schritt, ist der, zu erkennen, dass der Augenblick des Lebens die Lösung zu einem kommenden Problem bereits enthält.
Was fehlt ist unsere Aufmerksamkeit ihn, den Augenblick selbst, mitzubekommen, anstatt mit Übereifer in die Zukunft zu laufen, die bisher gar nicht besteht und so wie wir sie erwarten wahrscheinlich nie bestehen wird.
Durch den Einfluss von Elternhaus und Gesellschaft haben wir gelernt unsere Gedanken nicht nur für eine etwaige Problemlösung einzusetzen, sondern uns mit ihnen zu identifizieren. Das bedeutet, das wir uns in einer ständigen Anspannung befinden, aus der zwar die ein oder andere Problemlösung resultiert, die uns aber im Allgemeinen in einem spannungsreichen Zustand hält, die Gegenwart als langweilig empfindet und unsere Funktionsfähigkeit beeinträchtigt.
Durch die Identifikation mit unseren Gedanken, glauben wir unterbewusst das unser Leben in Gedanken stattfindet.
Sobald ein gestresster Gedanke aufkommt, lassen wir uns von ihm mitreißen.
Das ist ein wesentlicher Fehler.
Gedanklicher Stress entsteht nicht durch die Situation, die es zu lösen gilt, sondern durch den Widerstand, den wir ihr entgegenbringen.
Kontinuierlich sehen wir uns von den Umständen herausgefordert.
Wir sehen uns konfrontiert mit Forderungen, denen wir zunächst mit Vorbehalt oder sogar Angst begegnen.
Das als grundsätzlichen Widerstand zu erkennen, ist eine völlig neue Sichtweise.
Die Aussage des Philosophen Krishna Murti: „Ich habe nichts gegen diesen Augenblick!“, darf als Zusammenfassung seiner weitreichenden Erkenntnisse bezeichnet werden.
Und was bedeutet das für Dich?
Du bist aufgefordert zu erkennen, das während Gedanken kommen und gehen, Du diejenigen bist, die ihnen Raum gibt sich zu bilden. Und das, obwohl Du keineswegs derjenige bist dem diese Gedanken gehören.
Gedanken kommen und gehen!
Auch das ist eine wesentliche Erkenntnis!
Während Du atmest und bewusst zuschaust, ziehen Gedanken durch Dich hindurch, die manchmal eine Anregung zur Lösung eines Problem enthalten, die aber ebenso wahrscheinlich völlig grundlos Deine Aufmerksamkeit beanspruchen.
Sicher hast Du Dich schon einmal aufgrund eines Gedankens gefragt: „Warum habe ich das jetzt wohl gerade gedacht!“
Die Gedanken kommen aus den endlosen Gängen unserer Vergangenheit, oder beziehen sich auf das, was wir uns vorgenommen haben in der Zukunft zu erreichen.
Gedanken sind wie eine Wolkendecke, die den Himmel der menschlichen Existenz bedecken. Manchmal erlauben sie den Blick auf das Blau des Himmels, meistens jedoch sind sie bemüht ohne Unterbrechung unsere eigene Existenz mit ihrer angeblichen Wichtigkeit zu verhängen.
Du bist das, was hinter den Wolken wie ein blauer Himmel als Bewusstsein leuchtet.
Nimmst Du Dir die Zeit diese Wahrnehmung zuzulassen, beruhigt sich der Gedankenfluss und Du lernst ihn für die Lösung von Problemen einzusetzen, ohne davon nervlich irritiert zu sein.
Tatsächlich trennst Du Dich bereits von der Identität mit den Gedanken in dem Augenblick, in dem Du wahrnimmst, dass Deine Gedanken verrücktspielen. Du bist das beobachtende Element, Du bist nicht die Gedanken.
Hier sind ein paar Methoden mit denen Du Deine Gedanken als solche identifizieren kannst, um zu lernen sie für Deinen Vorteil zu lenken und einzusetzen:
Bemühe Dich sie nicht zu bekämpfen, sondern erkenne sie leise für Dich selbst: „Aha, die Angst vor der Zukunft hat mich wieder im Griff!“, oder: „Gerade werde ich wieder beurteilt!“
Das ist ein erster Schritt Dich als Beobachter Deiner Gedanken zu erleben.
Ebenso ist es von Vorteil, wenn Du Deine eigene Gegenwart in Deine Wahrnehmung bringst: Fühle zum Beispiel das Gewicht Deines Körpers auf Deinen Fußsohlen, nehme die Temperatur der Luft wahr oder mache Dir die Geräusche Deiner Umgebung bewusst.
Dein körperliches Fühlen hat immer Vorrang vor dem was denkt.
Erst wenn Du sicher bei Dir selbst und Deinen persönlichen Wahrnehmungen angekommen bist, wende Deine Aufmerksamkeit dem Gedankenfluss wieder zu.
Erlaube Dir einen Augenblick der Gelassenheit.
Unterdrücke Deine Gedanken nicht, sondern lass sie einfach zu währen Du Dich selbst dabei beobachtest.
Dann erst bilde aus den Gedanken eine Geschichte, eine Reaktion oder was sonst von Dir gefragt ist.
-Du wirst erstaunt sein, wie sehr der mentale Raum, der Dich ausmacht, auf das Ergebnis Deiner Gedanken einwirkt.
Die Gegenwart, in der unser Leben eigentlich stattfindet, ist kein Ziel, welches Du erreichst, nachdem Du alle Probleme gelöst hast, sondern der Ort, an dem Dein Leben stattfindet. Lerne ihn zu genießen, indem Du dass, was ist annimmst, um ihm dauerhaft Deine eigene, ganz persönliche Note zu geben.
Und lasse mich wissen wie Du das anwendest und damit umzugehen lernst.
Welche Gedanken reißen Dich am heftigsten aus Deiner eigenen Gegenwart?
Betreffen sie die Vergangenheit, oder die Zukunft?
Dein Kommentar hilft mir Dich besser zu verstehen und Du kannst Dich darauf verlassen eine Antwort von mir zu bekommen.
In meinem nächsten Thema will ich das Durchbrechen alter Verhaltensmuster behandeln.
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